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Ratgeber

Google-Unternehmensprofil – das Schaufenster an der Straße

Google-Unternehmensprofil Schritt für Schritt: Inhaberschaft, Kategorie, Einzugsgebiet, Fotos und Bewertungen, mit Checkliste nach den Regeln von Google.

Google-Unternehmensprofil – das Schaufenster an der Straße

Kurz gesagt: Das Google-Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag, der Ihren Betrieb auf Google Maps und neben den Suchergebnissen zeigt. Richtig eingerichtet heißt: Sie sind selbst primärer Inhaber, Kategorie und Einzugsgebiet stimmen, und Sie bitten jeden Kunden um eine Bewertung, nicht nur die zufriedenen. Die Checkliste unten führt in zehn Schritten durch, jeder Schritt nach Googles eigenen Regeln.

Ein Schaufenster an der Hauptstraße hat drei Sekunden. So lange braucht jemand, der vorbeifährt, um zu entscheiden, ob er anhält. Ist das Licht aus, das Glas staubig und das Schild verblasst, fährt er weiter, auch wenn drinnen der beste Laden der Stadt ist.

Auf Google Maps ist es genauso, nur fährt der Kunde mit dem Daumen vorbei.

Was bringt ein Google-Unternehmensprofil, und was nicht?

Das Profil entscheidet, ob ein Kunde Sie auf der Karte findet und ob er anruft, bevor er Ihre Website überhaupt sieht. Es kostet nichts, laut der Google-Hilfe zum Einstieg in Unternehmensprofile. Es ersetzt aber keine Website: Wer vergleichen will, klickt weiter.

Früher hieß das Ganze Google My Business, international heißt es Google Business Profile. Gemeint ist immer derselbe Eintrag mit Name, Kategorie, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen.

Warum der Betrieb mit dem besseren Profil am Ende den Auftrag bekommt, haben wir am Beispiel des Handwerks aufgeschrieben: Wie Handwerksbetriebe auf der Google-Karte den Anruf gewinnen. Hier geht es ums Handwerkszeug: Was gehört in welches Feld, und was lassen Sie weg?

Eine Regel vorab. Google schreibt in seiner Hilfe zu Kategorien, dass sie das Ranking in der lokalen Suche beeinflussen. Gemeint ist der Platz in der Trefferliste auf der Karte. Ein falsches Feld ist darum kein Schönheitsfehler. Es ist ein Schaufenster mit dem Schild vom Nachbarladen.

Wem gehört Ihr Schaufenster? Erst die Inhaberschaft

Der erste Schritt steht in fast keinem Ratgeber: Legen Sie das Profil auf Ihrem eigenen Google-Konto an. Ein Profil kennt drei Rollen, und nur eine davon zählt am Ende wirklich.

  • Primärer Inhaber: Es gibt genau einen. Er kann Nutzer hinzufügen, entfernen und das Profil löschen.
  • Inhaber: Es kann mehrere geben, mit voller Kontrolle.
  • Administrator: darf fast alles pflegen, aber keine Nutzer verwalten und das Profil nicht löschen.

So steht es in der Google-Hilfe zu Inhabern und Administratoren (abgerufen am 07.10.2026). Daraus folgt eine einfache Regel: Sie sind primärer Inhaber. Wer Ihnen hilft, bekommt die Rolle Administrator. Das reicht für jede Arbeit am Profil.

Der Typ ist bekannt. Die Alibi-Agentur richtet das Profil „schnell mal mit“ ein, auf ihrem eigenen Konto, weil es so bequemer ist. Zwei Jahre später kündigen Sie, und mit dem Vertrag verschwindet das Schaufenster samt 60 Bewertungen. Sie stehen vor dem eigenen Laden und haben keinen Schlüssel.

Bei uns bleiben alle Zugänge, Inhalte und Auswertungen bei Ihnen, auch nach der Kündigung. So steht es auf unserer Preisseite unter den Vertragsfragen.

Wie richten Sie das Profil Schritt für Schritt ein?

Zehn Schritte, jeder mit der Regel aus den Google-Richtlinien für die Darstellung Ihres Unternehmens (abgerufen am 07.10.2026) und dem Fehler, den wir am häufigsten sehen. Drucken Sie die Tabelle aus und haken Sie ab.

Nr.SchrittSo ist es richtigTypischer FehlerErledigt
1InhaberschaftProfil auf Ihrem Konto, Sie sind primärer InhaberProfil liegt auf dem Konto der Agentur oder des Neffenja / nein
2BestätigenMethode bestimmt Google (Telefon, SMS, E-Mail, Video, Postkarte), Prüfung bis zu fünf ArbeitstageProfil seit Monaten „nicht bestätigt“ja / nein
3Nameso wie auf dem Firmenschild„Dachdecker Müller Remscheid günstig 24h“ja / nein
4Hauptkategorieso genau wie möglich: „Nagelstudio“ statt „Studio“Sammelbegriff wie „Dienstleister“ja / nein
5Weitere Kategorienso wenige wie möglich, nur echtes Kerngeschäftzehn Kategorien „zur Sicherheit“ja / nein
6Adresse oder Einzugsgebietohne Ladenlokal Adresse ausblenden, Einzugsgebiet höchstens etwa zwei AutostundenWohnadresse sichtbar, Gebiet „ganz NRW“ja / nein
7Telefon und Websiteörtliche Nummer, die abgenommen wird; Link auf die Seite, die diesen Standort zeigtCallcenter-Nummer, Link auf eine Werbeseiteja / nein
8Öffnungszeitenübliche Zeiten plus FeiertageHeiligabend „geöffnet“, Tür zuja / nein
9BeschreibungLeistungen, Geschichte, Einzugsgebiet in SätzenLinks, Preise, Rabattaktionenja / nein
10FotosEingang von der Straße, Werkstatt oder Praxis, Team, echte Arbeitendrei Bildarchiv-Fotos und ein Logoja / nein

Zwei Punkte verdienen einen zweiten Blick.

Der Name ist kein Werbeplakat. Google verlangt, Standortangaben, Telefonnummern und Werbesprüche aus dem Namen herauszulassen. Wer „Remscheid“ in den Namen schreibt, obwohl es nicht auf dem Schild steht, riskiert sein Profil.

Das Einzugsgebiet ist die Antwort auf die Frage „Fahren Sie auch nach Wermelskirchen?“. Ein Betrieb aus Lüttringhausen, der in Wuppertal und Solingen arbeitet, trägt genau diese Orte ein. Wer ganz NRW einträgt, verstößt gegen die Zwei-Stunden-Grenze, und der Kunde aus Bielefeld ruft umsonst an.

Wen dürfen Sie um eine Google-Bewertung bitten?

Bitten Sie jeden Kunden um eine Bewertung, nicht nur die, bei denen es gut lief. Die Google-Richtlinie für Rezensionen (abgerufen am 07.10.2026) verbietet ausdrücklich, gezielt nur positive Bewertungen einzusammeln oder negative zu verhindern.

Das widerspricht dem Rat, den Sie vermutlich schon zehnmal gelesen haben: „Fragen Sie zufriedene Kunden.“ Klingt vernünftig, ist aber genau das Aussieben, das Google untersagt. Ebenfalls verboten:

  • Gegenleistungen jeder Art: Rabatt, Gutschein, Gratis-Kontrolle beim nächsten Termin.
  • Druck vor Ort: Den Kunden an der Theke stehen lassen, bis die fünf Sterne abgeschickt sind.
  • Quoten für Mitarbeitende: „Jeder Geselle bringt diese Woche drei Bewertungen.“

Was erlaubt ist und funktioniert: Jeder Kunde bekommt nach dem Auftrag dieselbe kurze Nachricht mit dem Link zum Profil, oder der Link steht als Code auf der Rechnung. Dann beantworten Sie jede Bewertung, die kritischen zuerst, sachlich und mit Namen.

Eine Antwort auf eine schlechte Bewertung liest der nächste Kunde aufmerksamer als die Bewertung selbst. Sie ist das Gespräch über den Gartenzaun, bei dem die ganze Straße zuhört.

Was Sie im Profil weglassen können

Viele Ratschläge zum Profil sind älter als das Profil, das Sie heute sehen. Drei davon können Sie streichen.

Der Bereich „Fragen und Antworten“. Ältere Anleitungen empfehlen, dort selbst Fragen zu stellen und zu beantworten. Die zugehörige Schnittstelle hat Google laut seiner Übersicht der abgeschalteten Funktionen am 3. November 2025 eingestellt. Häufige Kundenfragen gehören auf Ihre Website, dort bleiben sie stehen.

Tägliche Beiträge. Ein Beitrag im Profil ist ein Aushang an der Ladentür. Ein frischer Aushang im Monat zeigt, dass jemand da ist. Dreißig Aushänge zeigen nur, dass jemand Zeit hat.

Hundert Verzeichnis-Einträge. Wichtig ist, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind, wo Sie schon stehen. Neue Einträge in Verzeichnissen, die niemand liest, ändern daran nichts.

Wann Sie uns nicht brauchen: Für einen Betrieb mit einem Standort ist die Checkliste oben ein Abend Arbeit, den Sie selbst erledigen können.

Hilfe lohnt sich, wenn das Profil gesperrt ist, wenn mehrere Standorte zusammenpassen müssen oder wenn die Website das Profil nicht bestätigt. Was wir dann übernehmen, steht auf der Seite zu Local SEO in Remscheid und im Bergischen Land.

Profil und Website müssen dasselbe sagen

Das Profil verspricht, die Website hält das Versprechen. Steht im Profil „Sanitärinstallateur, Notdienst“, muss der Link auf eine Seite führen, die genau das zeigt, mit derselben Telefonnummer und denselben Zeiten.

Ein Bruch zwischen beiden wirkt wie ein Schaufenster mit Fahrrädern, hinter dem ein Blumenladen liegt. Der Kunde steht drinnen und fragt sich, ob er richtig ist.

Drei Abgleiche, die Sie in zehn Minuten machen:

  1. Telefonnummer im Profil und im Kopf der Website: gleich geschrieben, beide antippbar?
  2. Leistung der Hauptkategorie: Gibt es dafür eine eigene Seite?
  3. Einzugsgebiet: Nennt die Website dieselben Orte wie das Profil?

Wer in mehreren Städten arbeitet, braucht dafür manchmal eigene Seiten pro Ort. Wann das sinnvoll ist und wann Google solche Seiten als Doppelgänger abstraft, steht in unserem Beitrag über Standortseiten ohne Doppelgänger.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Das Profil ist laut Google kostenlos. Geld kosten nur Anzeigen, und die bringen keinen besseren Platz auf der Karte selbst.

Wie lange dauert die Bestätigung des Profils?

Laut Google-Hilfe zur Bestätigung bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Die Methode, also Telefon, SMS, E-Mail, Video oder Postkarte, legt Google fest, Sie können sie nicht wählen.

Wie werde ich bei Google Maps in Solingen gefunden, wenn mein Betrieb in Remscheid sitzt?

Tragen Sie Solingen ins Einzugsgebiet ein und zeigen Sie auf der Website echte Arbeiten aus Solingen. Die Entfernung bleibt trotzdem ein Kriterium: Bei einer Suche mitten in Ohligs steht ein Betrieb aus Ohligs meist vor Ihnen.

Brauche ich für lokale Suchmaschinenoptimierung einen Berater?

Für das Profil allein nicht. Ein Berater lohnt sich erst, wenn Profil und Website stehen, aber trotzdem kaum Anrufe kommen, oder wenn mehrere Standorte im Spiel sind.

Prüfen Sie, ob Ihr Schaufenster beleuchtet ist oder im Dunkeln liegt: Der kostenlose Google-Sichtbarkeits-Check zeigt Ihnen, wie Ihr Betrieb lokal gefunden wird und wo der Wettbewerb vor Ihnen steht.

Bergisch Digital — KI, IT & Web

Agentur aus Remscheid für Webdesign, SEO und KI-Integration im Bergischen Land. Wir schreiben hier, wenn ein Projekt etwas gezeigt hat, das anderen Betrieben Arbeit spart. Mehr über uns oder direkt Kontakt aufnehmen.

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Beiträge, die inhaltlich anschließen.

Was Kundinnen und Kunden sagen

  • 5 von 5 Sternen

    „Also ich bin selber ein sehr kritischer Mensch wenn es um Gestaltung, Design und präzision geht. Mit eurem Team habe ich endlich einen Partner gefunden dem ich ohne Bedenken meine Projekte anvertrauen kann. […]“
    Chris LawsonKunde
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